Pressemitteilung vom Abstimmungssonntag

Ein Viertel der Stimmenden im Kanton Graubünden haben der Doppelinitiative für mehr Mitsprache im Bildungswesen zugestimmt. Ein klares Zeichen dafür, dass viele Stimmbürger und Stimmbürgerinnen über die momentane Schulentwicklung besorgt sind. Wir bedauern, dass die voraussehbaren negativen Auswirkungen des Lehrplans 21 für den Kanton Graubünden nicht abgemildert werden konnten. Leider haben sich die Verantwortlichen mit der vom Initiativkomitee vorgebrachten, fundierten Kritik und den von anderen Kantonen und Ländern berichteten negativen Erfahrungen mit diesem bei uns jetzt verbindlich eingeführten System, nicht auseinandergesetzt. In der Gegenkampagne wurde denn auch in keiner Weise inhaltlich, sondern nur auf der strukturellen Ebene argumentiert. Sicher ist, wir werden nicht darum herumkommen, die bereits weit fortgeschrittene Fehlentwicklung zu korrigieren und uns auf Formen der Schulführung zu besinnen, die wieder pädagogische Grundsätze in den Mittelpunkt stellen. Unsere Initiative hat in der Bevölkerung eine breite Diskussion über die Schulentwicklung angestossen. Wir gehen davon aus, dass nun Eltern, Lehrpersonen, Arbeitgeber und andere die Auswirkungen im Auge behalten und sich in Zukunft zu Wort melden, denn die Schule muss in der Bevölkerung breit abgestützt sein.

Wir sind überzeugt: Die Auseinandersetzung, was eine gute Schule ausmacht, wird weitergehen. Die Doppelinitiative für mehr Mitsprache im Bildungswesen sehen wir als wichtigen Schritt in einem längeren Prozess – daran kann angeknüpft werden. Ein grosser Dank an alle, die uns unterstützt haben.

für das Komitee «Gute Schule Graubünden» Marlies Klesse und Elisabeth Calcagnini

2 x ja bei der Abstimmung vom 25. November 2018

Wir wollen ein Bildungswesen, das in der Bevölkerung verankert ist - keine Steuerung durch internationale Gremien, die den ökonomischen Nutzen in den Vordergrund stellen.

Wir wollen Lehrpläne, die Inhalte und Jahresziele verbindlich regeln - keine unverständlichen Kompetenzkataloge.

Wir wollen einen von der Lehrperson geführten, kindgerechten Unterricht - keine Überforderung mit «selbstorganisiertem Lernen»

Wir wollen, dass unsere Kinder wieder richtig lesen, schreiben und rechnen lernen und wenn sie aus der Schule kommen, über Grundlagen verfügen, mit denen sie im Berufsleben bestehen können.

Tele Südostschweiz Talk: Streitgespräch mit Marlies Klesse, Mitinitiantin Doppelinitiative und Sandra Locher Benguerel, Präsidentin LEGR
Der Abstimmungstalk zur Doppelinitiative

Was unser Unterstützungskomitee, die zwei Steinböcke Gion und Fadri, zur Doppelinitiative zu sagen haben.

Klipp und klar – Gion und Fadri erklären die Initiative.
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Gion und Fadri erklären was eine gute Schule ausmacht.
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Weitere Video-Clips zu aktuellen Schulfragen finden Sie unter Argumente.

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Kontakt Informationen

Erstunterzeichner der Initiativen

Elisabeth Calcagnini, Heilpädagogin, Buchen; Thomas Huber, Dr. Religionswissenschaft, Chur; Marlies Klesse, Kindergärtnerin, Fanas; Lilian Orlik, Familienfrau, Says; Johann Wilhelm, pens. Schulhausabwart, Chur; Christoph Jaeger, Dr. phil., Mittelschullehrer, Untervaz; Perrine Mäder, med. Praxisassistentin, Chur

Mitunterzeichner

Schimun Lemm, Lehrer, Davos; Walter Lippuner, pens. Sekundarlehrer, Küblis; Bernard Bachmann, Autor, Bever; Curdin Brunold, pens. Lehrer, Ardez; Andrea Davaz, SVP Grossrat, Fläsch; Johanna u. Willi Forrer, Klosters; Urs Kalberer, Sprachdidaktiker und Sekundarlehrer, Malans; Steivan Gaudenz, Lehrer, Zernez; Waldemar Müller, Präz; Bruno Peyer, ehem. Seminarleiter, Grüsch; Plinio Pianta, Dr. jur., ehem. CVP Grossrat, Brusio; Katharina u. Max Steiner, Heilpädagogin und Arzt, Untervaz