«Der Lehrplan 21 ist ein neoliberales und bürokratisches Ungetüm.»
Dr. Regula Stämpfli; Politologin, in einer Kolumne BAZ, 21.6.15

«Es ist höchste Zeit für das Eingeständnis, dass wir einen kostspieligen und nicht kindgerechten pädagogischen Irrweg eingeschlagen haben.»
Remo Largo, Kinderarzt, Autor (zitiert aus der Broschüre Einspruch)

«Geschwätzkultur soll keine Grundlage der Schule werden.»
Mathias Binswanger, Ökonom, BAZ, 17.12.13

«Im Lehrplan 21 wird einmal mehr versucht, alles bis ins Detail zu regeln.
Man glaubt heutzutage, man könne alles steuern. Hier hebelt sich der neue
Lehrplan 21 allerdings gleich selbst aus. Er ist in seiner gegenwärtigen Form derart
überfrachtet, dass er gar nicht angewendet werden kann. Doch er kann die Freude
am Lehrerberuf weiter verringern.»
Mathias Binswanger, Ökonom, BAZ, 17.12.13...

«Es braucht nicht viel Fantasie, um zu realisieren, dass damit die Lehr- und Methodenfreiheit sowie die Lehrmittelfreiheit - zentrale Güter des demokratischen Bildungsverständnisses - zu Grabe getragen werden.»
Dr. phil. Beat Kissling, Kantonsschullehrer und Erziehungswissenschaftler (SZ)
Zürich, 08.11.2013

«In den nächsten Jahren sollten sich Lehrpersonen und Schulleitungen dennoch warm anziehen. Viele Landwirte sind bereits am Gängelband von global tätigen und mächtigen Unternehmen, die vom Saatgut bis zum ‚Pflanzenschutz’ alles anbieten und fast die gesamte Wertschöpfungskette im Griff haben. Den Schulen wird es kaum besser gehen. Die Testindustrie und erste Franchising-Bildungsunternehmen lassen grüssen.»
Jürg Brühlmann, Alles in den gleichen Topf?, Bildung Schweiz 3/2013

«Der Lehrplan 21 ist ein ideologisches Machwerk, das nicht aufzeigt, was Schüler wissen müssen, sondern ein bestimmtes Denken vorschreibt und ein bestimmtes Verhalten anstrebt.»
René Machu, FACH (Forum Allgemeinbildung Schweiz) 4.12.13

«Die Kompetenzen im Bereich Sprache musste ich dreimal lesen, bevor ich sie verstanden habe.»
Remo Ankli, Solothurner Bildungsdirektor, Grenchner Tagblatt, 13.1.14

«In der Tat liest sich das Werk als Wunschliste einer intellektuellen Elite und nicht als Zielkatalog für eine Schule des Volkes.»
René Donzé, Kommentar NZZaS, 29. 12.13

«Ich halte die Kompetenzorientierung für verhängnisvoll (…) Manchmal habe ich den Eindruck, das einzige Glück ist, dass viele Lehrer versuchen, zu überspielen, was ihnen da an permanenter Reform zugemutet wird.»
Konrad Paul Liessmann Österreichischer Philosoph, Salzburger Nachrichten 15.12.14

«Unseres Erachtens wird gerade die Basis in den Schulen kaum ernst genommen. Wir plädieren dafür, Reforminitiativen «von unten» ernster zu nehmen und Bildungsreform zu betreiben, die «vor Ort» initiiert und nicht «von oben» verordnet wird.»
Professor Dr. Walter Herzog, Memorandum der Wissenschaft gegen den LP 21

«Statt endlich die Regulierung zentraler schulpraktischer Rahmenbedingungen zu definieren, will er pädagogische und didaktische Probleme des Lehrens und Lernens lösen und regeln. Das ist jedoch die Aufgabe der Lehrerschaft.»
Rudolf Künzli, Lehrplanforscher und emeritierter Pädagogikprofessor in der WOZ 7.1.14

«Es scheint, dass die Lehrplanverantwortlichen den Lehrplan 21 tatsächlich mehr als ein operatives Dokument, ein Arbeitsbuch für die Hand der Lehrpersonen verstanden haben und von der Vorstellung ausgingen, sie könnten oder müssten direkt Unterricht regulieren, sonst machte ja diese Präzision keinen Sinn. Hinter solchen Absichten steht eine ziemlich verfehlte Vorstellung von der Wirkungsweise von Lehrplänen.»
Nochmals Künzli, an einem Vortrag in Aarau, 20.11.13

«Stattdessen will der Lehrplan akribisch genau festlegen, was alle Kinder können sollen. Es ist der Kontrollwahn, der hier durchdringt. Der LP21 entmündigt die Lehrpersonen.»
Anna-Verena Fries, Lehrplanforscherin, WOZ 7.1.14